Weihnachten - Zeit füreinander

10. Dezember 2017, 2. Advent

In zwei Wochen ist Heiligabend! Die Zeit bis dahin wird wie immer sehr schnell vergehen. Was gibt es nicht alles zu tun bis dahin! Doch mal ehrlich, ist es notwendig Geschenke über Geschenke zu kaufen? Natürlich möchte man seinen Liebsten geheime oder offene Wünsche erfüllen. Öffnet man dann am 24. Dezember unterm Weihnachtsbaum die liebevoll verpackten Pakete und Päckchen, will es kein Ende nehmen, oder? Wie schon in den vergangenen Jahren wird der Gabentisch wahrscheinlich wieder übervoll sein. Materiell betrachtet leben wir in unserem Land im Überfluss, die meisten jedenfalls.

Doch wie sieht es aus mit Zeit füreinander, zum Beispiel mit gemeinsamen Spaziergängen in der Natur, einem sportlichen Tag im Harz oder im Deister? Ein heißer Tee und ein gemeinsam gemaltes Bild tragen dazu bei, das Erlebte zu verarbeiten und zu verinnerlichen. Später erinnert es an diesen schönen Tag. Oder was ist mit den sogenannten Gesellschaftsspielen, z. B. Mensch ärgere dich nicht! Halma, Dame, vielleicht sogar Schach oder auch Kartenspiele. Hier lernen die Kinder Regeln einzuhalten und strategisch vorzugehen, beim Verlieren nicht traurig zu sein oder gar in Wuttränen auszubrechen! Und Spaß macht es auch noch!

Das gemeinsame Lesen eines neuen, spannenden Buches kann in eine unbekannte Welt entführen und neugierig machen auf mehr. Doch lesen heute immer weniger Kinder, vielleicht, weil es auch schon die Eltern nicht mehr taten? Die inneren Bilder, die sich der Leser bei seiner Lektüre erschafft, haben etwas mit Fantasie zu tun. Der Leser ist aktiver Schöpfer seiner Bilder, seiner Fantasiewelt.

Liest ein Kind mehr und mehr, so bildet es seine Fantasie mehr und mehr aus und es lernt "nebenbei" wie sich die Geschichte aufbaut, wie Sätze so gebildet werden, dass sie "schön" klingen, und sogar die Rechtschreibung profitiert davon!

In einem Film konsumiert der Zuseher die fertigen, von anderen Menschen erschaffenen, bewegten Bilder. Er hört Sprache, Musik und Geräusche, die sich andere ausgedacht haben. Der Zuseher verhält sich passiv, seine eigene Schöpferkraft (Willenskraft) wird nicht angesprochen, nur seine Emotionen.

Für Kinder ist das besonders "gefährlich", da sie sich intensiv mit den  handelnden Personen identifizieren, mit ihnen mitleiden, sich mitfürchten, auch mitfreuen, natürlich.

Die heutige Bilderflut - dazu kommen Internet, Smartphones, Reklametafeln u.a. - wird von den Kindern ungefiltert und unbewusst aufgenommen, es kommt zu einer einer Überreizung der Sinne. Viele Kinder nehmen die Erlebnisse unverdaut mit in den Schlaf und träumen dann schlecht. Am Morgen fühlen sie sich matt und wenig erfrischt; am liebsten würden sie liegenbleiben.

 

Bieten Sie Ihrem Kind etwas an, wo es sich selbst betätigen, etwas schaffen, und woüber es mit Ihnen reden kann. Diese gemeinsam verbrachte Zeit fördert den Zusammenhalt in der Familie und alle, Kind und Eltern, lernen dabei, sowohl sozial als auch bei ihren Fähigkeiten.

 

In diesem Sinne: Frohe und friedliche Weihnachten 2017!

 

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       Bärbel Kahn

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