Entwicklungsorientierter Ansatz

Seit 20 Jahren begleite ich Kinder und Jugendliche in Einzelsituationen ein Stück weit auf ihrem Lebensweg. Schreiben, Lesen und/oder Rechnen zu erlernen fällt ihnen schwer. Doch warum? Und warum werden es offensichtlich immer mehr Kinder?

Die gesunde Entwicklung des Kindes steht in meiner Arbeit im Vordergrund. Das Kind muss sich in seiner Eigenart angenommen fühlen und weit genug entwickelt sein, damit es zum Lernen bereit ist. Das Wissen über die leiblichen und seelisch-geistigen Entwicklungsschritte des Menschen sowie meine pädagogisch-therapeutischen Erfahrungen bilden die Grundlage meiner Tätigkeit.

Oft werden Kinder zu früh eingeschult. Ihre leibliche Reife „hängt der wissensmäßigen hinterher“, doch ist dieses Wissen ist ein Pseudowissen, ohne eigenes, inneres Verständnis!

Mit Schulbeginn ist der Körper noch mit dem Nachreifen der leiblichen Fähigkeiten beschäftigt, das Kind wird aber schon kognitiv gefordert. Die zur Verfügung stehenden Lebens-Kräfte sind dann weder für den leiblichen Nachreifungsprozess noch für die schulischen Leistungsanforderungen ausreichend.

Beim Kind führt das zu innerer und oft auch äußerer Unruhe und bei Eltern und Lehrern zu Unverständnis: Warum kann so ein pfiffiges Kind nicht lesen und schreiben oder auch rechnen erlernen?

 

Die Kinder beginnen sich auffällig zu verhalten und damit sie ruhiger werden und in der Schule „funktionieren" bekommen sie ein Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat (MPH), der in Deutschland unter dem Betäubungsmittelgesetz steht (www.gelbe-liste.de; bei Suchen: Methylphenidat eingeben).

 

Die Nebenwirkungen, wie Appetitverlust, Magenschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität Appetitverlust Kopfschmerzen, Übelkeit, Mundtrockenheit, Schwitzen und sogar Herz-Rhythmus-Störungen beeinträchtigen das Kind oft sehr, werden von den Ärzten meist heruntergespielt. Diese Unruhe bzw. Konzentrationsschwäche wird als Aufmerksamkeitsdefizit‐Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) bezeichnet. Gravierend in diesem Zusammenhang erlebe ich immer wieder, dass die Kinder, die das Medikament über Jahre hinweg bekommen, in ihrer Persönlichkeitsentwicklung wie stehen bleiben.

Um sich konzentrieren zu können, muss die Dominanz auf einer Körperseite stabil sein. Dann kommt die Entwicklung in Gang, das Lebensgefühl verändert sich, das Kind wird ruhiger und kann Anforderungen aus sich selbst, ohne Medikamente, besser erfüllen.

Deshalb beginnt meine Arbeit mit dem Kind immer damit, die Körperdominanz zu stabilisieren und die Konzentration zu stärken. Serielle und Wahrnehmungsübungen, optisch und akustisch, laufen parallel dazu, Sprachübungen, singen sowie Mal- und Zeichenübungen begleiten den individuellen Entwicklungsprozess. Und immer muss sich das Kind dabei bewegen.

Eine stabile, gesicherte Körperdominanz und eine verbesserte Konzentration wirken sich schon bald auf die Merkfähigkeit aus - es bleibt "mehr hängen". Das Selbstvertrauen des Kindes wächst, es erscheint persönlich stärker und traut sich mehr zu.

Serielle Leistungen wirken sich sowohl im mathematischen Bereich, als auch beim Lesen und Schreiben aus, denn jede Einmaleins-Reihe besteht aus einer Reihe gleicher Zahlenabstände, jedes Wort aus einer Reihe genau vorgegebener Buchstaben, jeder Satz aus einer Reihe sinnvoll geordneter Wörter.

In meiner Arbeit muss ich darauf bauen, dass sich Eltern, Lehrer und auch das Kind als Partner verstehen. Für den Therapieerfolg müssen alle ihren Teil beitragen. Das Kind lässt sich durch mich führen, durch wiederholtes Üben erlangt es Fähigkeiten, die die Grundlage für das Aneignen von Fertigkeiten wie lesen, schreiben und rechnen bilden. Und es muss auch mitmachen wollen!!

Die Eltern gehen meinen Empfehlungen nach und lassen, wenn Kinder z. B. Probleme beim Sehen haben, eine Sehanalyse durchführen. Die Ergebnisse solch externer, spezieller Untersuchungen helfen mir, mit dem Kind in der geeigneten Weise zu arbeiten, so dass es Entwicklungsschritte aufholen kann, immer im eigenen Tempo!

Eine erstarkte Persönlichkeit und gute Leistungen in der Schule sind dann die Früchte der gemeinsamen Arbeit.

       Kontakt

 

       Bärbel Kahn

       Praxis für Dyskalkulie und

       Legasthenie

       Philipsbornstraße 39

       30165 Hannover

 

       0511-10533482

       baerbel-kahn@gmx.de